1999
fragte der Vorstand des Dortmunder SteelPan-Vereins pan-kultur e.V.
den Musikpädagogen Werner M. Weidensdorfer, ob er bei ihnen etwas
für Kinder anbieten könne. Als absoluter PanNeuling wurde er in
diesem Moment zum ersten Mal mit dem Klang der SteelPans konfrontiert
und auf der Stelle „assimiliert“. Aus der Kombination seiner
Erfahrung als Musiker und Lehrer und den handwerklichen Fertigkeiten
des Tuners Eckhard C. Schulz entstanden innerhalb einer Woche die
TeacherSteelPans,
als elementares Instrument zum Erlernen der Sprache
„Musik“. Mit dieser Ausrüstung brachen die damaligen PanKids zur
ihrer inzwischen 11jährigen Reise in den KlangKosmos der SteelPans
auf. Sehr schnell machten sie sich einen Namen als Kinder-SteelBand
mit ihren TeacherPans, die im Laufe der ersten Jahre zum Quartett mit
den Stimmlagen Soprano, Alto, Tenor und Bass ausgebaut wurden.
2004
erfolgte der Wechsel zum traditio nellen S teelPan-Instrumentarium, und
aus de n PanK ids wurde das JugendSteelOrchester „PanG anG“. Bereits
im Jahre 2006 gab es einen 1. Preis beim Wettbewerb Folk + World
Music 2006, der veranstaltet wurde vom LandesVerband der Musikschulen
in NRW. Zahlreiche Konzerte und intensive Probenarbeit sorgten dafür,
dass sich die PanGanG konsequent zu einem professionellen
Steelorchester entwickelte.
So gastierte die PanGanG beim Waltroper ParkFest, einer überregional bekannten Veranstaltung mit sechsstelliger BesucherZahl, in den Jahren 2007, 2008 und 2009 an jeweils drei Tagen. Im Januar 2009 erhielt sie einen 1. Preis
beim Landeswettbewerb „JugendJazztNRW“ und trug damit den
Calypso-Sound der Karibik in die Domäne der Jazz-BigBands.
Am 20.
Juni spielte die PanGanG mit sechs weiteren SteelBands beim 1. Internationalen SteelBandFestival in
D e Kwakel, NL, dass veranstaltet wurde von Digna van den Broek.
An
dieser Stelle kam es zum Bruch mit pan-kultur, da sich der Vorstand
unmittelbar nach dem Preiskonzert im Januar von W. M. Weidensdorfer
trennte
. Damit wäre das Ende des erfolgreichen Jugendorchesters
besiegelt gewesen, wenn es nicht einen aktiven Kreis von Eltern
gegeben hätte, der gewillt war, das vielversprechende Konzept
weiterzutragen. Nach einem AbschiedsKonzert am 26. März 2010 verlies die PanGanG den Orchesterraum
in der Güntherstraße und übernahm wenige Hundertmeter entfernt ihr
PanLoft im neugegründ eten Verein „Calypsonic e.V. - Institut für
SteelPan und Calypso“.
Außer
den Soprano-Pans, die jeder Spieler besaß, verfügten sie über
keinerlei OrchesterInstrumentarium, hatten aber zwei Wochen später
zwei wichtige Gigs im Terminkalender stehen. In dieser beinahe
fatalen Situation erwies sich der Tuner Toussaint Clarke als
absoluter Retter in der Not. Die Eltern traten in Vorlage und ein
Wochenendtrip nach Bath brachte das grundlegende EnsembleSet zurück
nach Dortmund. Allerdings verbunden mit einer neuen Herausforderung:
Das karibisch orientierte Layout der Pans verlangte von den bereits
spielerfahrenen MusikerInnen einen kompletten Neubeginn! Es blieb
exakt eine Woche Zeit bis die PanGanG am Samstag und Sonntag zum
Jubiläum im Kölner Zoo spielte und allen widrigen Umständen zum
Trotz ihr Publikum begeisterte. Nach weiteren lokalen Konzerten
erreichte die Band im Sommer ein Ziel, von dem sie kurz zuvor noch
nicht einmal zu träumen gewagt hätte:
Leroy Clarke, Arrangeur und
Joe Friend, Captain von Real Steel Plymouth, luden sie ein, als
Mitglieder des Orchesters am Londoner UK Panorama teilzunehmen. Der
ZeitRahmen war eng, eine Woche Vorbereitung im eigenen ProbenRaum, am
Samstag vor dem Nottinghill Carnival Abfahrt nach Plymouth. Nach
weiteren 5 Tagen intensivster Arbeit im
Sound House, Estover, traf
sich dann die komplette Real Steel Besetzung zur GeneralProbe in
Bath. Schon das sprengte den VorstellungsRahmen unserer deutschen
Teenager. Gekrönt wurde diese Reise schließlich durch das UK
Panorama in der Kensal Road – ein musikalisches WeltWunder und die
PanGanG mitten drin! Seitdem hat sich der Sound bei Calypsonic
grundlegend verändert. Es klingt, als hätte die Band einen
TurboLader verpasst bekommen und allen ist klar: Pan is for life –
die PanGanG spielt weiter!












